Blog
Gedanken, die motivieren
Hier finden Sie Impulse und Texte rund um Trauma, Therapie und seelisches Erleben, behutsam formuliert, um Sie darin zu unterstützen, sich selbst besser zu verstehen, achtsamer mit Ihren Gefühlen umzugehen und mit mehr Mitgefühl in Kontakt zu kommen.
Viele Menschen sind von Trauma betroffen, oft ohne es zu wissen. Es zeigt sich leise, in Rückzug, Anspannung oder dem Gefühl, irgendwie anders zu sein. Trauma ist keine Schwäche, sondern eine menschliche Reaktion auf etwas, das zu viel war.
Mein Anliegen ist es, das Thema verständlich und zugänglich zu machen. Ohne Scham, ohne Druck. Sondern in einem Raum, in dem schwierige Erfahrungen gewürdigt und neu eingeordnet werden können.
Heilung beginnt dort, wo wir uns selbst mit mehr Verständnis begegnen.
Ich will dich nah, aber nicht zu nah
Tiefe emotionale Verbindung ist ein elementares menschliches Grundbedürfnis. Doch für Menschen, die früh traumatische Bindungserfahrungen gemacht haben, wird dieser Wunsch oft zu einem schmerzhaften Drahtseilakt. Die Sehnsucht nach Nähe steht im ständigen Konflikt mit dem tief verwurzelten Bedürfnis nach Schutz und Sicherheit.
Entwicklungstrauma: Vom Kindheitsmangel zur inneren Dysregulation
Das Entwicklungstrauma (oft als Komplexes Trauma bezeichnet) entsteht nicht durch ein einmaliges Schockereignis, sondern durch subtile Störungen in den ersten Lebensjahren. Es ist die ungesehene Wunde, die sich aus einem chronischen Mangel an emotionaler Zuwendung und verlässlicher Sicherheit über die ersten Lebensjahre entwickelt.
Entwicklungstrauma oder Bindungstrauma?
Abgrenzung: Entwicklungstrauma vs. Bindungstrauma
Entwicklungstrauma beschreibt belastende oder traumatische Erfahrungen in der frühen Kindheit. Bindungstrauma ist eine spezielle Form des Entwicklungstraumas
Bindungstrauma: Wenn Nähe wehtut und Sie sich doch danach sehnen
Jeder Mensch kommt mit einem tief verwurzelten Bedürfnis nach Bindung und Sicherheit zur Welt. Unsere primären Bezugspersonen sind unser emotionaler Anker. Das Bindungstrauma entsteht genau hier, in der Verletzung dieser lebenswichtigen, frühen Beziehungen.
Vom Vermeiden zum Fühlen: Heilung und Schutz
Viele Menschen, die schwere oder belastende Erfahrungen gemacht haben, schützen sich, indem sie ihre Gefühle vermeiden. Das ist wie ein innerer Schutzschild, der kurzzeitig hilft, nicht von Schmerz überwältigt zu werden. Doch wenn wir diesen Schutzschild dauerhaft hochhalten, können sich Gefühle stauen und zu körperlichen oder seelischen Problemen führen.
Was passiert, wenn wir heilen?
Wenn wir heilen, beginnt etwas in uns weich zu werden, nicht schwach, sondern offen. Die alten Muster, die uns lange unbewusst gesteuert haben, verlieren an Macht.
Wenn Fühlen unsicher ist. Wie Trauma unsere emotionale Welt beeinflusst
Fühlen ist gefährlich, so hat es unser inneres System vielleicht irgendwann gelernt. Gefühle sind eigentlich ein Kompass: Sie helfen uns, uns selbst zu verstehen, Nähe zu anderen aufzubauen und das Leben in seiner ganzen Lebendigkeit zu erfahren. Doch wenn wir in der Vergangenheit erlebt haben, dass bestimmte Emotionen Schmerz, Ablehnung oder Überforderung nach sich ziehen, kann sich ein Schutzmechanismus entwickeln.
Echte Verbindungen: Wie sie uns herausfordern und reifen lassen
In jedem von uns steckt das Bedürfnis, wirklich wahrgenommen zu werden. Und zwar mit all unseren Facetten, den strahlenden wie auch den sensiblen und verletzlichen Seiten. Echte Verbindungen schaffen Räume, in denen dieses Bedürfnis sich entfalten und angenommen fühlen darf. Sie laden uns ein, uns ganz zu zeigen und ermöglichen so eine Verbindung, die weit über das Oberflächliche hinausgeht. In ihrer Tiefe berühren sie unser Innerstes und öffnen Türen zu Nähe und persönlichem Wachstum.
Ich funktioniere, aber wie es mir geht, weiß ich nicht.
Manchmal stellt sich eine scheinbar einfache Frage: Wie geht es mir eigentlich? und bleibt dennoch unbeantwortet. Denn die Verbindung zu dieser inneren Antwort ist bei vielen Menschen nicht selbstverständlich. Doch das hat nichts mit Schwäche oder Gleichgültigkeit zu tun.
Verletzlichkeit ist der Schlüssel zu echtem Wachstum und Entwicklung
In einer Welt, in der Stärke, Erfolg und Perfektion oft an erster Stelle stehen, scheint Verletzlichkeit ein Tabu zu sein. Doch genau diese Offenheit und Echtheit, also das Zulassen von Schwächen und Unsicherheiten, ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für persönliches Wachstum.

